Eine seltene politische Parodie des berühmten Struwwelpeter, die den Zeitgeist der Bonner Republik der 1970er Jahre mit bissigem Humor und den klassischen Hoffmann-Illustrationen verbindet.
Hachfeld: Der Struwwelpeter – neu frisiert. Oder lästige Geschichten und dolle Bilder für Bürger bis 100 Jahre nach Dr. Heinrich Hoffmann.
Erste Auflage. Verlag: Berlin / Frankfurt am Main, Rütten & Loening, 1969. 23 Seiten, Illustrierter Original-Pappband. 24 x 19 cm
Mit dem Struwwelpeter – neu frisiert schufen die Brüder Eckart und Rainer Hachfeld eine ebenso originelle wie satirische Neuinterpretation des wohl bekanntesten deutschen Bilderbuchklassikers. Die vertrauten Figuren und Bildkompositionen Heinrich Hoffmanns werden in die politische Gegenwart der Bundesrepublik übertragen und mit aktuellem Zeitgeschehen, Parteien, Medien und prominenten Politikern verknüpft. Das Ergebnis ist eine pointierte Zeit- und Gesellschaftssatire, die den Geist der politischen Karikatur der 1970er Jahre einfängt.
Anstelle der klassischen Moralerzählungen begegnen dem Leser bissige Persiflagen auf die bundesdeutsche Politik. Prominente Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt oder Rainer Barzel erscheinen in den bekannten Struwwelpeter-Szenen ebenso wie Walter Ulbricht und Motive aus der deutsch-deutschen Teilung. Themen wie Bundestagswahlen, Wirtschaft, Ost-West-Konflikt, Medien, Konsumgesellschaft und Parteipolitik werden mit Wortwitz und detailreichen Illustrationen verarbeitet.
Die Hachfeld-Brüder gehörten zu den bekanntesten politischen Karikaturisten ihrer Zeit und arbeiteten unter anderem für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften. Der Struwwelpeter – neu frisiert zählt zu ihren erfolgreichsten Buchveröffentlichungen und ist zugleich ein anschauliches kulturhistorisches Dokument der politischen Stimmung in der Bundesrepublik während des Kalten Krieges. Heute besitzt das Werk sowohl für Sammler politischer Karikaturen als auch für Struwwelpeter-Spezialisten besonderen Reiz.
Sauberes Exemplar
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