Eine zeittypische Scharnhorst-Biographie aus der Reihe „In Deutschlands Namen“ – ein aufschlussreiches Dokument nationalsozialistischer Geschichtsdeutung.
Hanns Möller-Witten: Der Preuße aus Hannover. Scharnhorst, der Schöpfer deutscher Wehrkraft.
Heft 6 der Schriftenreihe „In Deutschlands Namen“
Erste Auflage. Verlag: Leipzig: Lühe & Co., 1938. 47 Seiten, mit einem Sachregister und 2 Seiten Verlagswerbung. Original kartonierter Verlagseinband. 21 x 14 cm
Die 1938 erschienene Schrift zeichnet das Leben des preußischen Heeresreformers Gerhard von Scharnhorst (1755–1813) nach, der als einer der bedeutendsten Militärtheoretiker und Organisatoren der preußischen Armee gilt. Behandelt werden seine Herkunft im Kurfürstentum Hannover, sein Eintritt in preußische Dienste, seine Zusammenarbeit mit Gneisenau und seine entscheidende Rolle bei den Heeresreformen nach der Niederlage von 1806.
Die Darstellung folgt jedoch konsequent der nationalsozialistischen Geschichtsauffassung und interpretiert Scharnhorsts Wirken als Ausdruck angeblich „germanischer“ und „völkischer“ Eigenschaften. Dadurch besitzt die Schrift heute vor allem Bedeutung als Quelle für die politische Instrumentalisierung historischer Persönlichkeiten im Dritten Reich sowie für die Erforschung der nationalsozialistischen Geschichts- und Propagandaliteratur.
Einband und die ersten drei Blätter stärker fleckig, sonst nur gering, insgesamt ordentliches Exemplar
Hinweis:
Historisches Originaldokument aus der Zeit des Nationalsozialismus mit propagandistischem Inhalt. Der Verkauf erfolgt ausschließlich zu Zwecken der historischen Dokumentation, Forschung, Lehre und staatsbürgerlichen Aufklärung im Sinne der §§ 86 und 86a StGB. Eine Identifikation mit den dargestellten Inhalten erfolgt ausdrücklich nicht.
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