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Ein seltenes kulturhistorisches Zeitdokument über das berühmte Vergnügungsviertel Yoshiwara in Tokio, das ethnographische Beobachtungen, Sozialgeschichte und zeitgenössische Sexualforschung miteinander verbindet.

 

 

Tresmin-Trémolières: Yoshiwara. Die Liebesstadt der Japaner. Autorisierte Übersetzung von Dr. med. Bruno Sklarek.

Erste Auflage. Verlag: Berlin, Louis Marcus Verlagsbuchhandlung, 1909. 288 Seiten. Illustrierter Original-Halbleinenband, 19 x 12 cm

 

Im Mittelpunkt steht Yoshiwara, das seit dem 17. Jahrhundert bestehende, staatlich konzessionierte Freudenviertel Tokios. Der Verfasser schildert dessen Entstehung, Aufbau und Organisation sowie das Leben innerhalb der streng reglementierten Mauern der „Liebesstadt“. Dabei beschreibt er Architektur, Alltag, Zeremonien und gesellschaftliche Funktionen dieses einzigartigen Stadtteils und ordnet ihn in die japanische Kultur- und Sozialgeschichte ein.

 

Besonderes Augenmerk gilt den verschiedenen Klassen der Kurtisanen, ihrer Ausbildung, ihrem sozialen Rang und den komplizierten Regeln des Zusammenlebens. Ausführlich behandelt werden die Hierarchie der Geishas und Kurtisanen, Kleidung, Etikette, wirtschaftliche Verhältnisse sowie die kulturelle Bedeutung des Yoshiwara für Literatur, Theater und Kunst Japans.

 

Daneben widmet sich der Autor den medizinischen und sozialhygienischen Aspekten der Prostitution. Er untersucht Krankheiten, Gesundheitsfürsorge, Lebensbedingungen und statistische Erhebungen und verbindet kulturgeschichtliche Beobachtungen mit den Erkenntnissen der damaligen Sexualwissenschaft.

 

Nur geringe Alterungs- und Gebrauchsspuren, innen sauber und frisch. Wenige zeitgenössische handschriftliche Besitzvermerke, gutes Exemplar.

 

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EA 1910 - Tresmin-Trémolières: Yoshiwara. Die Liebesstadt der Japaner

10,00 €Preis
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