Ein prachtvoll ausgestattetes Geschichtswerk des späten 19. Jahrhunderts, das acht Jahrhunderte deutscher Kaisergeschichte von Karl dem Großen bis Maximilian I. in eindrucksvoller Weise lebendig werden lässt. Besonders bemerkenswert sind die aufwendig gestalteten farbigen Schmuckseiten im Stil mittelalterlicher Bilderhandschriften sowie der prächtige, reich vergoldete Ledereinband mit dem deutschen Reichsadler.
Dr. Hans Herrig: Das Kaiserbuch. Acht Jahrhunderte deutscher Geschichte von Karl d. Gr. bis Maximilian I.
Erstausgabe. Verlag: Berlin, Verlag von Rudolf Mückenberger, 1889. 448 Seiten, mit farbigen Initialen, Randleisten, Tafeln und zahlreichen Abbildungen von Theodor Kutschmann. Prachtvoller Original-Ganzlederband mit reicher Goldprägung auf Deckeln und Rücken, großem goldgeprägtem Reichsadler auf dem Vorderdeckel, dekorativen Vorsatzpapieren und Rotschnitt.
Von der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahre 800 bis zum Tod Maximilians I. im Jahre 1519 entfaltet Hans Herrig ein eindrucksvolles Panorama des mittelalterlichen deutschen Kaisertums. Im Mittelpunkt stehen die großen Herrschergestalten und Dynastien, ihre politischen Kämpfe, die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst sowie die wechselvolle Entwicklung des Heiligen Römischen Reiches.
Die Darstellung führt durch die Herrschaft der Karolinger, Ottonen, Salier, Staufer und Habsburger. Bedeutende Ereignisse wie der Investiturstreit, die Kreuzzüge, der Aufstieg der Reichsstädte und die Machtkämpfe des Spätmittelalters werden in ihren historischen Zusammenhängen geschildert. Neben den Kaisern und Königen treten auch die geistigen, religiösen und kulturellen Kräfte hervor, die das mittelalterliche Europa prägten.
Seinen besonderen Reiz verdankt das Werk der künstlerischen Ausstattung durch Theodor Kutschmann. In Anlehnung an mittelalterliche Prachthandschriften verbinden sich kunstvoll verschlungene Initialen, ornamentale Randleisten und farbenprächtige Schmuckseiten mit historischen Darstellungen. Die Gestaltung vermittelt nicht nur die Geschichte des Kaisertums, sondern lässt zugleich die Bild- und Formensprache vergangener Jahrhunderte wiederaufleben.
Damit ist das Kaiserbuch weit mehr als eine historische Darstellung: Es gehört zu jenen repräsentativen Buchproduktionen des späten 19. Jahrhunderts, in denen Geschichtsschreibung, Buchkunst und die Begeisterung für das deutsche Mittelalter zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk verschmelzen.
Der prächtige Originaleinband mit geringfügigen altersbedingten Bereibungen und Gebrauchsspuren, die Goldprägung sehr schön erhalten. Innen stellenweise leicht gebräunt beziehungsweise vereinzelt etwas fleckig. Insgesamt ein sehr schönes, dekoratives Exemplar dieses aufwendig ausgestatteten Werkes.
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