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Die vollständige Erstausgabe der französischen Literaturkritik

 

  

M. Saint-Marc Girardin: Cours de littérature dramatique, ou de l'usage des passions dans le drame

 

Mischauflage. Verlag: Paris, Charpentier, 1843-1860, 5 (von 5) Bänden, Halblederbände der Zeit, Marmorpapiervorsätze, 19 x 11 cm

 

 

Cours de littérature dramatique von Saint-Marc Girardin ist eine umfassende Vorlesungsreihe über die Theorie und Praxis des Dramas, insbesondere im Hinblick auf die Darstellung menschlicher Leidenschaften. Das Werk basiert auf seinen Vorträgen an der Sorbonne und bietet eine tiefgreifende Analyse klassischer und moderner Theaterstücke im Kontext ihrer emotionalen und moralischen Wirkung.


Girardin untersucht, wie verschiedene Autoren – von den antiken Tragikern bis zu französischen Klassikern wie Corneille und Racine – die Leidenschaften des Menschen auf der Bühne darstellen und lenken. Ein zentrales Thema ist die ethische Funktion des Dramas: Girardin vertritt die Ansicht, dass das Theater nicht nur unterhalten, sondern auch moralisch bilden und läutern soll (Einfluss der aristotelischen Katharsis-Lehre).


Besonderes Augenmerk legt er auf die Rolle von Liebe, Ehrgeiz, Eifersucht, Rache und anderen starken Gefühlen, und wie deren Darstellung im Drama sowohl ästhetisch als auch sittlich gerechtfertigt werden muss. Girardins Werk ist stark geprägt von einem klassizistischen Geschmack und einer konservativen Haltung gegenüber der Romantik, die er oft kritisiert.

 

 

Teils etwas braunfleckig, sonst sehr gute Exemplare

EA 1843 - Girardin: Cours de littérature dramatique

80,00 €Preis
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