Ein Sammeltitel von ausgesprochener bibliophiler Anmut, der sowohl literaturgeschichtlich als auch musikhistorisch einen besonderen Reiz besitzt.
Josef Sutner: Der Minnesänger. Eine Legende mit zwanzig Liedern.
Erste Auflage. Verlag: München, Jaquet, 1835. 10 + 76 Seiten mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Titel und einem gefalteten Notenblatt. Wunderschöner Maroquinband der Zeit mit Deckel-,Rücken- und Innenkantvergoldung, Buntpapiervorsätze, Goldschnitt, 17 x 10 cm
Dieses elegant gebundene Exemplar von Der Minnesänger präsentiert ein poetisches Kleinod der frühen Romantik, das Dichtung, Musik und Legende auf einnehmende Weise vereint. Der prachtvolle zeitgenössische Ganzlederband in leuchtendem Rot, reich vergoldet und mit ornamentaler Rücken- und Deckelprägung versehen, verleiht dem Buch eine repräsentative Ausstrahlung. Das fein ausgeführte Frontispiz zeigt eine anmutige Szene eines mittelalterlichen Sängers mit Harfe und bereitet den Leser stimmungsvoll auf den Inhalt vor.
Die zwanzig Gedichte entfalten eine romantische Erzählung voller Naturbilder, Gefühlstiefe und kunstvoller Sprachmelodie – typisch für die literarische Schwärmerei des frühen 19. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben ist die großformatige, mehrfach gefaltete Notentafel mit handschriftlichem Charakter, mit dem Lied 'Das Mädchen aus dem Isarthale'. Damit wird das Werk zu einem seltenen Dokument der Verbindung von Literatur und Musikpraxis seiner Zeit.
Ein Sammeltitel von ausgesprochener bibliophiler Anmut, der sowohl literaturgeschichtlich als auch musikhistorisch einen besonderen Reiz besitzt.
Durchgängig etwas gebräunt und wasserfleckig, insgesamt aber schönes Exemplar mit authentischer Alterspatina.

