Ein faszinierendes medizinisch-pharmazeutisches Schlüsselwerk, das die Rezeptierkunst seiner Zeit in seltener Vollständigkeit dokumentiert – unverzichtbar für Sammler historischer Medizin, Pharmazie und Wissenschaftsgeschichte.
Ph. Fr. W. Vogt: Lehrbuch der Rezeptirkunst für Aerzte.
Erste Auflage. Verlag: Wien, Anton von Haykul, 1830. 356 Seiten mit der gefalteten gestochenen Tabelle, marmorierter Pappband der Zeit, 20 x 13 cm
Seltenes und fachlich bedeutendes Lehrbuch der medizinisch-pharmazeutischen Praxis des frühen 19. Jahrhunderts. Das Werk richtet sich ausdrücklich an praktizierende Ärzte und behandelt systematisch die Kunst des richtigen Rezeptierens: von der Auswahl der Arzneistoffe über Dosierung, Mischungsverhältnisse und Darreichungsformen bis hin zu chemischen und therapeutischen Wechselwirkungen.
Vogt, ordentlicher Professor an der Universität Gießen, verbindet medizinische Theorie mit praxisnahen Anweisungen. Ausführlich erläutert werden Tinkturen, Pulver, Salben, Pflaster, Dekokte und Emulsionen, ergänzt durch zahlreiche konkrete Rezeptbeispiele in lateinischer und deutscher Fachterminologie. Die beigefügte Kupfertafel bietet eine übersichtliche Zusammenstellung pharmazeutischer Zeichen, Maße und Rezepturschemata und unterstreicht den didaktischen Anspruch des Buches.
Ein eindrucksvolles Zeugnis der Übergangszeit von traditioneller Materia medica zur wissenschaftlich fundierten Pharmakologie – zugleich ein authentisches Arbeitsbuch aus dem ärztlichen Alltag um 1830.
Einband berieben, sonst sauberes Exemplar

