Ein faszinierendes kulturhistorisches Dokument des frühen 19. Jahrhunderts – zwischen Haushaltslehre, Rezeptbuch und praktischem Lebensratgeber für den bürgerlichen Alltag.
Elisabeth Klarin: Die wohlunterrichtete und sich selbst lehrende Haushälterin, oder die Kunst in der kürzesten Zeit alle weiblichen Beschäftigungen zu erlernen.
Erste Auflage. Verlag: Hanau, in der C. J. Edlerschen Buchhandlung, 1829. 400 Seiten, das Titelkupfer als Faksimile eingebunden, marmorierter Pappband der Zeit. 14 x 9 cm
Die seltene Erstausgabe dieses bemerkenswerten Haushaltungsbuches vermittelt in eindrucksvoller Geschlossenheit das praktische Wissen, das im frühen 19. Jahrhundert als unverzichtbar für eine „wohlunterrichtete Haushälterin“ galt. Elisabeth Klarin vereint darin Kenntnisse zu Küche, Reinigung, Nähen, Textilpflege, Kindererziehung, Hausmitteln und häuslicher Organisation zu einem umfassenden Handbuch weiblicher Alltagskultur der Biedermeierzeit.
Besonders reizvoll ist die enorme thematische Vielfalt des Werkes: Neben Anleitungen zum Zuschneiden und Nähen der Wäsche finden sich Rezepte für Liköre und Hausmittel, Hinweise zur Reinigung von Zimmern und Fußböden, medizinische Anwendungen sowie zahlreiche praktische Ratschläge aus dem häuslichen Erfahrungswissen der Zeit. Dadurch besitzt das Werk heute nicht nur bibliophilen Reiz, sondern auch hohen kultur- und sozialhistorischen Quellenwert.
Der schlichte zeitgenössische Pappband mit seiner schönen Patina bewahrt den ursprünglichen Charakter dieses frühen Gebrauchsbuches in besonders authentischer Weise. Vergleichbare frühe Haushaltsbücher des Biedermeier sind heute nur noch selten am Markt anzutreffen, insbesondere in vollständiger originaler Ausstattung.
Ein seltenes und kulturhistorisch hochinteressantes Frauen- und Haushaltsbuch der Biedermeierzeit.
Schwach gebräunt, sonst sehr schönes Exemplar.
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