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Ein seltenes, volkskundlich höchst wertvolles und reich illustriertes Beispiel frühbäuerlicher Lebens- und Wirtschaftslehre – ein charaktervolles Sammlerstück ländlicher Alltagskultur.

 

 

G. H. Haumann: Lebens-, Haus- und Vermögensgeschichte des Schulzen Leberecht Feldmann zu Lindenhain.

 

Erste Auflage. Verlag: Ilmenau, B. F. Voigt, 1826. 362 Seiten mit 48 Textholzschnitten. Beschädigter Halblederband der Zeit, 19 x 11 cm

 

Dieses seltene volksaufklärerische Werk schildert in eindringlicher Anschaulichkeit die beispielhafte Lebensgeschichte des Schulzen Leberecht Feldmann – eines armen Bauern, der durch kluge Hauswirtschaft, umsichtiges Wirtschaften, konsequente Bodennutzung, vermehrte Viehhaltung und zahlreiche Verbesserungen seines Hofbetriebs zu Wohlstand und hohem Ansehen im Dorf gelangt. Haumann präsentiert das Buch ausdrücklich als „Volksbuch zur Nachahmung“, gedacht zur Ermunterung und praktischen Anleitung für bäuerliche Haushalte und ländliche Gemeinden.

 

Der Inhalt ist von großer agrarhistorischer Bedeutung: Ausführliche Kapitel behandeln Viehstand und Futterwirtschaft, Bodenverbesserung, Hopfenanbau, Obst- und Flurwirtschaft, die Einführung nützlicher Feldfrüchte sowie zahlreiche einfache, aber wirkungsvolle Methoden, die Landwirtschaft effizienter zu gestalten. Besonders hervorzuheben sind die eindrucksvollen Textholzschnitte zur Imkerei, darunter seltene Darstellungen der von Feldmann entwickelten gestapelten Bienenkörbe – ein bemerkenswertes Zeugnis früher landwirtschaftlicher Innovationsfreude.

 

Etwas gebräunt, einige Seiten mit Knickfalten, sonst gutes Exemplar mit authentischer Alterspatina.

EA 1826 – Haumann: Der Schulze Leberecht Feldmann zu Lindenhain.

50,00 €Preis
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