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Ein anschaulicher Reisebericht aus den bewegten Jahren der napoleonischen Umbrüche: Der Kant-Schüler Johann Gottfried Carl Christian Kiesewetter schildert Italien, Südfrankreich und Paris unmittelbar nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft und verbindet persönliche Reiseeindrücke mit Beobachtungen zu Kunst, Gesellschaft und städtischem Leben.

 

 

Johann Gottfried Carl Christian Kiesewetter: Reise durch einen Theil Deutschlands, der Schweiz, Italiens und des südlichen Frankreichs nach Paris. Erinnerungen aus den denkwürdigen Jahren 1813, 1814 und 1815. Zweiter Theil.

Erstausgabe. Verlag: Berlin, bei Duncker und Humblot, 1816. 8°. [1] Bl., 512 S. Pappband der Zeit mit marmoriertem Bezugspapier und rotem Rückenschild. Einzelband: Band 2 von 2.

 

Ein bemerkenswerter Reisebericht aus einer europäischen Umbruchszeit. Johann Gottfried Carl Christian Kiesewetter (1766–1819), Philosoph und Schüler Kants, unternahm seine Reise während der Jahre 1813 bis 1815. Seine Aufzeichnungen führen durch ein Europa, das unmittelbar von den Napoleonischen Kriegen und der Neuordnung nach Napoleons Sturz geprägt war. Kiesewetter gehörte zum engeren Umfeld der Kantischen Philosophie und wurde insbesondere durch seine Lehrbücher zur Logik und kritischen Philosophie bekannt.

 

Der vorliegende zweite Teil führt durch Italien und Südfrankreich bis nach Paris. Die in Briefform angelegte Darstellung verbindet unmittelbare Reisebeobachtungen mit ausführlichen Beschreibungen von Städten, Bauwerken, Kunstsammlungen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Stationen sind unter anderem Turin und Genua; einen breiten Raum nimmt schließlich Paris ein. Kiesewetter beschreibt dort etwa den Louvre und die Tuilerien, das Palais Royal, Plätze und öffentliche Denkmäler sowie das alltägliche Leben der französischen Hauptstadt.

 

Gerade der historische Zeitpunkt verleiht der Darstellung zusätzlichen Reiz: Kiesewetter bereiste die europäischen Länder während der letzten Phase der napoleonischen Epoche und hielt Eindrücke aus den „denkwürdigen Jahren 1813, 1814 und 1815“ fest. Das Werk wurde bereits in der Forschung zur europäischen Reiseliteratur dieser Umbruchszeit herangezogen

 

 

Zeitgenössischer Pappband deutlich berieben und bestoßen, Bezugspapier und Rückenschild mit Fehlstellen, Kapitale und Gelenke stärker beansprucht. Innen altersbedingt gebräunt und stellenweise etwas stockfleckig, insgesamt jedoch gut lesbar und ordentlich erhalten. Ein authentisch erhaltenes Reisebuch der napoleonischen Epoche mit reizvollem zeitgenössischem Charakter.

 

Hier finden Sie weitere historische Reisebeschreibungen

 

EA 1816 - Kiesewetter: Reise durch Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich

80,00 €Preis
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