Bion – Moschos: Bions und Moschus Idyllen. Übersetzt und erläutert von I. C. F. Manso.
Erste Auflage. Verlag: Leipzig, in der Dyckischen Buchhandlung, 1807. 236 Seiten. Zeitgenössischer Pappband mit Rückenschild. 19 x 13 cm
Diese frühe deutsche Ausgabe vereint die vollständig überlieferten Idyllen der griechischen Dichter Bion und Moschos, zwei der bedeutendsten Vertreter der hellenistischen Bukolik und Nachfolger des Theokrit. Die Ausgabe bietet den griechischen Originaltext jeweils dem deutschen Versmaß der Übersetzung gegenüber und wird durch umfangreiche philologische Erläuterungen ergänzt.
Der Übersetzer Johann Christoph Friedrich Manso (1760–1826) gehörte zu den angesehenen Altphilologen seiner Zeit. Seine Einleitung behandelt Leben, Überlieferung und Werk der beiden Dichter sowie deren Stellung innerhalb der antiken Literatur. Die ausführlichen Anmerkungen erläutern sprachliche Besonderheiten, mythologische Bezüge und literarhistorische Zusammenhänge.
Zu den bekanntesten enthaltenen Dichtungen gehören Moschos' berühmte „Europa“, die Entführung der phönizischen Königstochter durch Zeus in Gestalt eines Stieres, sowie Bions ergreifendes Klagelied auf Adonis, eines der eindrucksvollsten Zeugnisse hellenistischer Liebes- und Naturlyrik. Die Verbindung von griechischem Original und deutscher Übersetzung macht die Ausgabe gleichermaßen zu einer wissenschaftlichen Arbeitsausgabe wie zu einem literarischen Lesebuch.
Eine ansprechende frühe Ausgabe der antiken Hirtenpoesie, die sowohl für Sammler klassischer Philologie als auch für Liebhaber griechischer Literatur und klassizistischer Buchkunst von Interesse ist.
Einband schwach berieben, schwach gebräunt, insgesamt gutes Exemplar mit authentischer Alterspatina.
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