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Seltenes, inhaltlich gehaltvolles medizinisches Standardwerk von 1797 zur Chinarinde – von besonderem Interesse für Sammler medizinischer Frühdrucke, Historiker der Pharmazie und Liebhaber aufklärerischer Wissenschaftsliteratur.

 

 

John Relph: Untersuchung über die medicinische Wirksamkeit der Königs Chinarinde, nebst praktischen Bemerkungen über die Wahl der Rinde überhaupt.

 

Erste Auflage. Verlag: Breslau, Meyer, 1797. 164 Seiten, späterer Halbleinenband, 20 x 11 cm

 

Bedeutende medizinisch-pharmazeutische Schrift des späten 18. Jahrhunderts zur Chinarinde (Cinchona), einem der wichtigsten Heilmittel der frühen Neuzeit, insbesondere in der Behandlung von Fieber- und Wechselfiebererkrankungen. Relph untersucht auf empirischer Grundlage die medizinische Wirksamkeit verschiedener Qualitäten der Chinarinde und bezieht sich dabei auf umfangreiche Beobachtungen aus der Praxis.

 

Die deutsche Ausgabe ist erheblich erweitert durch den Übersetzer Friese, der den Text mit kritischen Anmerkungen, Vergleichen und eigenen Beobachtungen versieht und so den Kenntnisstand der zeitgenössischen deutschen Medizin widerspiegelt. Enthalten sind detaillierte Erörterungen zu Dosierung, Zubereitungsformen, Auswahl der richtigen Rinde, Wirkungsweisen sowie zu möglichen Fehlanwendungen. Tabellen und Gegenüberstellungen verdeutlichen die Resultate und machen das Werk zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Erfahrungsheilkunde und aufkommender wissenschaftlicher Pharmakologie.

 

Das Buch stellt damit ein aufschlussreiches Zeugnis der Aufklärungsepoche in der Medizin dar und dokumentiert die frühe systematische Auseinandersetzung mit pflanzlichen Arzneistoffen und ihrer klinischen Bewertung.

 

 

Schwach gebräunt, sonst sauberes Exemplar

 

EA 1797 Relph: Untersuchung über die medicin. Wirksamkeit der Königs Chinarinde

70,00 €Preis
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