Ein faszinierendes Dokument der maurerischen Aufklärung und zugleich ein Schlüsseltext zur Person des kontroversen Johann August von Starck – für Sammler, Forscher und Liebhaber geheimer Gesellschaften gleichermaßen von höchstem Reiz.
Johann August von Starck: Saint Nicaise oder eine Sammlung merkwürdiger maurerischer Briefe, für Freymäurer und die es nicht sind
Erste Auflage. Verlag: Fleischer, Frankfurt/Main, 1785. 360 Seiten. Halbpergamentband der Zeit, 19 x 12 cm
Erste Ausgabe, anonym erschienen und angeblich "aus dem Französischen übersetzt", tatsächlich jedoch "Deutsches Original. Niemals französisch erschienen.“ (Wolfstieg)
Seltene und bedeutende Schrift aus der Zeit der aufklärerischen Freimaurerei, die in fiktiven Briefen zentrale Fragen der maurerischen Philosophie, Moral und Symbolik behandelt. Der Theologe und Mystiker Johann August von Starck (1741–1816) war eine der umstrittensten Gestalten der Freimaurerei im ausgehenden 18. Jahrhundert. Durch die Erfindung eines angeblich existierenden geistlichen Zweiges der Tempelherren – der sogenannten Kleriker, die im Besitz geheimer Überlieferungen und verborgenen Wissens sein sollten – und durch die Einführung neuer Hochgrade versuchte Starck, die Führung der gesamten Maurerei an sich zu ziehen.
Mit Saint Nicaise schuf er eine der geistreichsten und zugleich kritischsten Auseinandersetzungen mit den Ideen, Ritualen und inneren Spannungen der Freimaurerei. Das Werk verbindet religiöse Tiefgründigkeit, rationales Denken und mystische Symbolik zu einem außergewöhnlichen Zeugnis der europäischen Aufklärung.
Einband berieben, Buchblock schief, durchgehend etwas gebräunt, insgesamt aber gutes Exemplar mit Alterspatina
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