Die maßgeblichen Memoiren Bacallar y Sannas, der eine kenntnisreiche, zeitnahe und anschauliche Darstellung der spanischen und europäischen Politik unter Philipp V. bietet und zu den wichtigsten historischen Quellen zum Spanischen Erbfolgekrieg zählt.
Vincent Bacallar y Sanna: Mémoires pour servir à l’histoire d’Espagne, sous le règne de Philippe V.
Erste Auflage. Verlag: Amsterdam, chez Zacharie Chatelain, 1756. Bände 2 bis 4 (von 4) mit einer mehrfach gefalteten gestochenen Karte. Lederbände der Zeit mit ornamentaler Rückenvergoldung, Marmorpapiervorsätze, 16x10 cm
Bedeutende historische Darstellung der spanischen und europäischen Politik zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus der Feder eines hochrangigen Zeitgenossen. Vincent Bacallar y Sanna, Marquis de San Felipe, war Diplomat und enger Beobachter der Regierung Philipps V.; seine Memoiren gelten als eine der wichtigsten Quellen zur Frühphase der bourbonischen Herrschaft in Spanien.
Die hier vorliegenden Bände II bis IV behandeln zentrale Ereignisse des Spanischen Erbfolgekrieges und dessen politische, militärische und diplomatische Auswirkungen. Ausführlich dargestellt werden unter anderem die Auseinandersetzungen in Italien und auf der Iberischen Halbinsel, die Rolle Frankreichs und Englands, innere Reformbestrebungen, Hofpolitik sowie die Neuordnung europäischer Machtverhältnisse. Bacallar verbindet chronikalische Genauigkeit mit persönlicher Beobachtung und politischer Analyse und vermittelt damit ein außergewöhnlich dichtes Bild der Epoche.
Die französische Übersetzung machte das Werk früh einem internationalen Lesepublikum zugänglich; die Amsterdamer Ausgabe bei Chatelain zählt zu den gesuchten 18.-Jahrhundert-Editionen dieser Memoiren. Besonders attraktiv ist der Erhalt in gleichförmigen, reich verzierten zeitgenössischen Lederbänden sowie die beigefügte Karte, die den geopolitischen Anspruch des Werkes unterstreicht.
Sehr schöne und wohlerhaltene Exemplare mit authentischer Alterspatina.

