Veit Erbermann: Justa expostulatio cum lutheranis doctoribus Jenensibus praecipue, ... Antichristianismum.
Erste Auflage. Verlag: Würzburg, Küchler 1663. 1 Bl., 257 S., 1 Bl., sowie 4 zwischengebundene Blätter. Schlichter Pappband der Zeit. 21 x 17 cm
Die vorliegende Schrift des Jesuiten Veit Erbermann dokumentiert eindrucksvoll die erbitterten konfessionellen Auseinandersetzungen des 17. Jahrhunderts. Im Zentrum steht die Kontroverse mit den Jenaer Theologen Johannes Musaeus, einem führenden Vertreter der lutherischen Orthodoxie, sowie dem ehemaligen Jesuiten Andreas Wigand, der zur lutherischen Kirche konvertierte und einst zu Erbermanns persönlichem Umfeld gehörte. Gerade diese biographische Nähe verleiht der Streitschrift zusätzliche Schärfe und historische Brisanz.
Das Werk gehört zu den typischen gelehrten Kontroversschriften der Gegenreformation und bietet einen aufschlussreichen Einblick in die konfessionellen Debatten zwischen katholischer und protestantischer Gelehrsamkeit unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg. Inhaltlich verbindet sich scharfe Polemik mit umfangreicher theologischer Argumentation und macht die Schrift zu einer wichtigen Quelle für die Erforschung frühneuzeitlicher Religionsgeschichte und konfessioneller Identitätsbildung.
Drucke des Würzburger Verlegers Johann Küchler aus dieser Zeit sind heute vergleichsweise selten, insbesondere in vollständiger Form.
Einband berieben, sonst sauberes Exemplar
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EA 1663 - Erbermann: Justa expostulatio
Veit Erbermann: Justa expostulatio cum lutheranis doctoribus Jenensibus praecipue, ... Antichristianismum
Würzburg, Johann Küchler, 1663
Seltene theologische Kontroversschrift des 17. Jahrhunderts
Auseinandersetzung mit den Jenaer Lutheranern Johannes Musaeus und Andreas Wigand
Bedeutendes Dokument der konfessionellen Streitkultur nach dem Dreißigjährigen Krieg
Andreas Wigand war ehemaliger Jesuit und früherer Weggefährte Erbermanns
Im VD17 verzeichnet: VD17, 23:232553 N
Kl.-4°
1 Blatt, 257 Seiten, 1 Blatt
Zusätzlich 4 zwischengebundene Blätter
Bibliothekseinband, Rücken restauriert
Teilweise etwas gebräunt und leicht wurmspurig
Stempel und Besitzvermerk auf dem Titelblatt
Insgesamt seltenes und historisch interessantes Exemplar zur frühneuzeitlichen Konfessionsgeschichte

