Erzählerisch gestaltete Lebensgeschichte eines bayerischen Bauern, die anhand persönlicher Schicksale religiöse Werte, soziale Ordnung und den Alltag des Landvolks im 19. Jahrhundert veranschaulicht.
Joseph Huber: Isidor, Bauer in Ried. Eine Geschichte für das Landvolk, wie auch für unsere Bürger in Städten.
Verlag: München, J. J. Lentner, 1851. Achte Auflage. 368 Seiten, Halblederband der Zeit, 20 x 12 cm
Ein vielfach aufgelegtes, im 19. Jahrhundert weit verbreitetes Volksbuch, das religiöse Unterweisung, bürgerliche Moral und erzählerische Anschaulichkeit miteinander verbindet und sowohl ländliche als auch städtische Leserkreise ansprechen sollte.
Die Handlung folgt dem Lebensweg des Bauern Isidor und seines Umfelds, schildert familiäre, wirtschaftliche und religiöse Herausforderungen und vermittelt in erzählerischer Form Werte wie Frömmigkeit, Pflichtbewusstsein, Nächstenliebe und Standhaftigkeit. Das Werk steht exemplarisch für die populäre erbauliche Literatur des katholisch geprägten süddeutschen Raums und dokumentiert zugleich Alltags- und Mentalitätsgeschichte der Zeit.
Solides, dekoratives Exemplar mit altersbedingten Gebrauchsspuren; Einband berieben, innen teils fleckig, insgesamt jedoch gut lesbar und vollständig. Zeittypischer Besitzvermerk auf dem Vorsatz.

