Ein klassisches gartenbauliches Handbuch der Goethezeit, das praktische Pflanzenkunde, Überwinterungstechniken und frühe botanische Systematik in seltener zeitgenössischer Ausgabe vereint.
Friedrich Gottlieb Dietrich: Der Wintergärtner, oder Anweisung die beliebtesten Modeblumen und ökonomischen Gewächse, ohne Treibhäuser und Mistbeete, in Zimmern, Kellern und anderen Behältern zu überwintern, oder für den offenen Garten vorzubereiten.
Verlag: Weimar, Gaedicke, 1802. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. 208 Seiten, marmorierter Pappband der Zeit. 18 x 12 cm
Bedeutendes gartenbauliches Praxiswerk der frühen Klassik, verfasst von einem der renommiertesten Botaniker und Hofgärtner seiner Zeit. Das Werk richtet sich ausdrücklich an Gartenliebhaber ohne kostspielige Treibhäuser und vermittelt detaillierte, erfahrungsbasierte Anleitungen zur Überwinterung und Kultur von Zier-, Nutz- und Modepflanzen in Innenräumen, Kellern und einfachen Schutzräumen.
In systematischer Gliederung behandelt Dietrich sowohl ästhetische Zierpflanzen (u. a. Hyazinthen, Fuchsien, Geranien) als auch ökonomisch relevante Gewächse, ergänzt durch botanische Beschreibungen nach zeitgenössischer Taxonomie. Die Ausführungen verbinden praktische Gartenpraxis mit naturwissenschaftlichem Anspruch und spiegeln den Übergang von der traditionellen Gärtnerei zur wissenschaftlich fundierten Botanik um 1800 wider.
Einband berieben, sonst sehr sauberes Exemplar

