Das Buch spiegelt den Geist der deutschen Spätaufklärung und des Humanismus wider, indem es die klassischen Texte als moralisch-ästhetische Bildungsgüter für die Gegenwart erschließt.
C. M. Wieland: Horazens Satiren, aus dem Lateinischen übersetzt und mit Einleitungen und erläuternden Anmerkungen versehen von C. M. Wieland
Verlag: Leipzig, bey Weidmanns Erben und Reich, 1786. 1. Theil, 308 Seiten, schlichter Pappband der Zeit. 20 x 12 cm
Das Werk ist eine deutsche Übersetzung der Satiren des römischen Dichters Horaz (65–8 v. Chr.), die hier in einer kommentierten Fassung vorliegt. Christoph Martin Wieland (1733–1813), einer der bedeutendsten deutschen Aufklärer, versah die Übersetzung mit ausführlichen Einleitungen und Anmerkungen, die den philosophischen, literarischen und moralischen Gehalt der Texte beleuchten und für den zeitgenössischen Leser verständlich machen sollten. Horaz’ Satiren behandeln Themen wie Lebensführung, Gesellschaft, Philosophie, Moral und die Kunst des rechten Maßes, stets mit einer Mischung aus Ironie, Humor und Schärfe.
Der vorliegende Band ist der erste Teil in zweiter Auflage. Typisch für Wieland ist, dass er die Übersetzung nicht nur philologisch, sondern auch didaktisch anlegt und mit kulturhistorischen Erläuterungen versieht.
Einband beklebt mit Widmungsgedicht aus 1985, innen schwach fleckig, insgesamt gutes Exemplar

