Ein außergewöhnlich seltenes österreichisches Andachtsbuch zum Fronleichnamsfest, das die eucharistische Frömmigkeit des späten 18. Jahrhunderts in eindrucksvoller Weise widerspiegelt.
Andacht auf das hohe Fronleichnamsfest, zu dem hochwürdigsten und allerheiligsten Sacrament des Altars. Sammt denen vier heiligen Evangelien, welche bey der Procession gesungen werden.
Verlag: Linz, Johann Michael Feichtinger sel. Wittib, 1784. 63 Seiten. Lederband der Zeit, 15 x 10 cm
Sehr selten, weltweit über Worldcat und KVK kein weiteres Exemplar in öffentlichen Bibliotheken nachweisbar
Dieses seltene katholische Gebet- und Prozessionsbuch entstand für die liturgische Feier des Fronleichnamsfestes und vereinigt Andachten, Gebete sowie die vier Evangelien, die während der Fronleichnamsprozession vorgetragen werden. Es vermittelt einen authentischen Einblick in die volkstümliche Eucharistiefrömmigkeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts und dokumentiert die zentrale Stellung des Allerheiligsten Altarsakraments im kirchlichen Leben der Habsburgermonarchie.
Der Text führt den Gläubigen durch den gesamten Ablauf der Fronleichnamsprozession. Enthalten sind Gebete zur Verehrung des Allerheiligsten, Betrachtungen über das Altarsakrament, Anrufungen der Dreifaltigkeit und der Engelchöre sowie die vollständigen Evangelienlesungen mit den liturgischen Wechselgesängen. Die schlichte, aber sorgfältige typographische Ausstattung entspricht den handlichen österreichischen Andachtsbüchern jener Zeit, die für den praktischen Gebrauch während der Prozession bestimmt waren.
Gedruckt wurde das Werk von der traditionsreichen Linzer Offizin Johann Michael Feichtinger beziehungsweise dessen Witwe. Die Feichtinger-Druckerei gehörte im 18. Jahrhundert zu den bedeutendsten katholischen Druckereien Oberösterreichs und veröffentlichte zahlreiche liturgische, theologische und erbauliche Schriften. Das hier vorliegende Exemplar stellt eine frühe Ausgabe dieser Andacht dar; spätere Auflagen, etwa von 1818, sind digital überliefert, während die Ausgabe von 1784 bibliographisch kaum fassbar bleibt.
Einband leicht beschädigt, Papier leicht gebräunt bzw. stellenweise gering stockfleckig, insgesamt jedoch gut erhaltenes und vollständiges Exemplar.
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