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Originalbrief vom Großherzog der Toskana an Kardinal Barberini in Rom, mit einem politisch-kirchlichen Thema.

 

 

Originalbrief von Kaiser Leopold II. an Kardinal Barberini

Italienischer Text in sauberer Handschrift. Im vergoldeten Holzrahmen unter Glas, Brief 30 x 21 cm, Rahmenaußenmaß 42 x 33 cm

Absender: Der regierende Großherzog der Toskana im Jahr 1776 war Leopold I. (Pietro Leopoldo di Lorena), der spätere Kaiser Leopold II.

Empfänger: Kardinal Barberini in Rom (Teil der einflussreichen römischen Adels- und Kardinals­familie).

Kontext: Das Schreiben erwähnt „a favore de’ Gesuiti“ (= „zugunsten der Jesuiten“). 1773 hatte Papst Clemens XIV. den Jesuitenorden offiziell aufgehoben, aber in einigen Staaten gab es Bestrebungen, den Orden zu schützen oder in anderer Form weiter bestehen zu lassen. Dieses Schreiben könnte sich auf eine diplomatische oder administrative Angelegenheit in diesem Zusammenhang beziehen.

Stil: Höflichkeitsformeln des 18. Jahrhunderts mit betonter Unterwürfigkeit, typisch für den höfischen Schriftverkehr zwischen Herrschern und hochrangigen Klerikern.

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Der Text lautet:

Da ich mich bereits auf dem gewohnten Kanal von Possiglia, zur Bewachung der Flüsse und des Hafens von Pisa, befand, als mich die großartige Nachricht Eurer Eminenz zugunsten der Jesuiten erreichte, habe ich die Ergebnisse und Ereignisse aufmerksam erwogen, um sie gemäß meinen Absichten zu Euren Anliegen zu lenken.

Ich bitte nun um die Bestätigung, da der Abschluss dessen, was Ihr gefördert habt, dem genannten Orden (Körperschaft) sehr vorteilhaft ist, und ich werde diesem Beispiel auch künftig folgen, ermutigt durch die Anregungen meines Geistes und in dem Wunsch, dies auch bei anderen Gelegenheiten zu tun.

Möge es Eurer Eminenz gefallen, mir Befehle zu erteilen, und ich verbleibe, während ich ehrerbietig Eure Hände küsse.

Florenz, 12. Mai 1776.

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Der Brief trägt die Unterschrift „Aff.mo Serv.re Il Gran Duca di Toscana“ – also der Titel „Ergebenster Diener, der Großherzog der Toskana“. In Florenz im Jahr 1776 war das eindeutig „Peter Leopold“, besser bekannt als Leopold I., der spätere Kaiser Leopold II. Er regierte als Großherzog von 1765 bis 1790 und ist berühmt für seine fortschrittlichen Reformen, etwa die Abschaffung der Todesstrafe (1786) und die Verbesserung der Behandlung psychisch Kranker mit seiner legge sui pazzi (1774)

 

Sehr schönes Exemplar in tadelloser Erhaltung


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