Sehr seltener, aufwendig gestalteter Ablassbrief. Ein spektaktuläres Unikat des Barock.
Handkolorierter gestochener Ablassbrief von Papst Pius VI.
Lateinischer Text in kunstvoller Kalligraphie, der an den Papst (oben „Sanctissimo Pio VI“ – Papst Pius VI., regierte 1775–1799) gebunden ist. Kirchliche Bildmotive: Darstellungen von Heiligen, Kirchengebäuden und Prozessionen. Papstwappen und Porträt von Papst Pius VI. Liste von Namen auf der rechten Seite – von den Personen, für die der Ablass oder Segen galt. Dekorative Umrahmungen und kolorierte Szenen mit robengekleideten Geistlichen. Mit Signatur eines päpstlichen Beamten
Im vergoldeten Holzrahmen unter Glas, Falzmaß 60 x 42 cm, Rahmenaußenmaß 75 x 55 cm
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Der Text lautet:
Allerheiligster Vater,
wir legen unsere Gürtel (metaphorisch: uns selbst) zu Füßen Eurer anbetungswürdigen Hände und bitten demütigst, dass Ihr uns, den unten verzeichneten Namen, die Ablässe und Sündenvergebungen zu gewähren geruhet, wie sie in der Form des Heiligen Jubiläums gewährt werden; welche Ablässe in den vier Patriarchalbasiliken der Stadt (Rom), nämlich in der Basilika des heiligen Petrus, des heiligen Paulus, des heiligen Johannes im Lateran und der heiligen Maria Maggiore, an bestimmten dort festgesetzten Tagen erlangt werden können, nachdem die von der Kirche vorgeschriebenen Werke vollbracht wurden, nämlich Beichte, Kommunion und Gebete für den Zustand der heiligen Mutter Kirche.
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Leicht fleckig, ansonsten sehr schön erhalten
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