Ein detaillierter kolonialgeschichtlicher Reise- und Wirtschaftsführer, der als Standardwerk für das südliche und östliche Afrika unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg gilt.
Officium Immaculatae Conceptionis Beatissimae Virginis Mariae
Verlag: Wien, Voigt, 1728. 35 Seiten. Mit rot-schwarzem Titel und Titelholzschnitt. Zeitgenössischer marmorierter Papierumschlag. 16 x 10 cm
Vorliegende Ausgabe dokumentiert die besondere Förderung der Marienverehrung im habsburgischen Herrschaftsgebiet unter Kaiser Karl VI. Sie enthält das von Papst Benedikt XIII. approbierte Offizium zur Feier der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter Maria, das auf Wunsch des Kaisers für die österreichischen Erblande und sämtliche seiner Besitzungen eingeführt wurde. Das Werk stellt damit ein eindrucksvolles Zeugnis der engen Verbindung von katholischer Frömmigkeit, Liturgie und habsburgischer Religionspolitik im frühen 18. Jahrhundert dar.
Der Band enthält das vollständige lateinische Offizium mit Antiphonen, Psalmen, Hymnen, Lesungen, Responsorien, Orationen sowie den liturgischen Anweisungen für die samstägliche Feier des Marienoffiziums. Der zweifarbig gedruckte Satz in Rot und Schwarz erleichtert die liturgische Benutzung und entspricht der hochwertigen Ausstattung kirchlicher Gebrauchsdrucke der Wiener Hofdruckerei. Der dekorative Titelholzschnitt mit der Darstellung der Madonna unterstreicht den repräsentativen Charakter des Werkes.
Gedruckt wurde das Offizium in der renommierten Wiener Offizin der Maria Theresia Voigt, Hofbuchdruckerin des Wiener Erzbischofs. Solche kleinformatigen liturgischen Drucke waren für den täglichen Gebrauch des Klerus bestimmt und sind aufgrund ihrer intensiven Nutzung heute deutlich seltener erhalten als repräsentative Messbücher oder Breviere. Das Werk besitzt sowohl liturgiegeschichtliche als auch kirchenhistorische Bedeutung und ist zugleich ein schönes Beispiel österreichischer Barockdruckkunst.
Einband mit altersgemäßen Gebrauchsspuren. Innen sauber und insgesamt gut erhalten, vereinzelt geringe Stockflecken und etwas gebräunt.
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