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Spektakuläres Original-Dokument von Ferdinando I. de’ Medici adressiert an Kardinal Francesco Maria del Monte in Rom.

 

 

Originalbrief von Ferdinando I. de’ Medici an Kardinal Barberini

Italienischer Text in sauberer Handschrift. Im vergoldeten Holzrahmen beidseitig unter Museumsglas, Brief 28 x 21 cm, Rahmenaußenmaß 37 x 30 cm

Absender: Der regierende Großherzog der Toskana im Jahr 1590 war Ferdinando I. de’ Medici (1549–1609). Ferdinando betrieb eine geschickte Neutralitätspolitik zwischen Spanien, Frankreich und dem Papsttum. Er war bekannt für seine diplomatische Korrespondenz mit Kardinälen und Fürsten in ganz Europa – genau in diesen Kontext gehört auch der Brief.

Der Brief vom 13. Dezember 1590 stammt aus einer frühen Phase seiner Regentschaft, als er noch stark auf sein römisches Netzwerk aus Kardinälen zurückgriff – ehemalige Weggefährten aus seiner Zeit als Kardinal – um die Stellung der Toskana am päpstlichen Hof zu sichern.

Empfänger: Mögliche Identität: Kardinal Francesco Maria del Monte (1549–1627). Er war seit 1588 Kardinaldiakon, später Kardinalpriester in Rom, ein diplomatisch versierter Förderer der Künste, insbesondere Malerei (unter anderem Förderer von Caravaggio) zudem ein enger Vertrauter der Herzöge von Toskana, darunter Ferdinando I. de’ Medici, und vertrat deren Interessen am päpstlichen Hof

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Der Text lautet:

Hochwürdigster und Ehrwürdigster Herr Kardinal,

Man kann die Worte Eurer Hochwürdigsten, die voller Zuneigung, Wohlwollen und Beständigkeit sind, und so klar bezeugen, wie die Taten Eurer Eminenz im Dienst Eures Willens und Werkes gewesen sind, nicht ohne Freude empfangen. Die Umstände wollten, dass ich Euch antworte und mein Wohlgefallen darüber sofort ausdrücke, wie ich es im Geist meiner ergebenen Dienerschaft und in beständiger und ehrerbietiger Erinnerung an die glorreichen Freundlichkeiten tue, mit denen Ihr mich zu ehren, zu verpflichten und zu begünstigen geruht habt. Diese Wohltaten sind mir sehr wertvoll, und ich kann nicht umhin, Euch dies zu versichern.

Kurz gesagt: Ich betrachte mich als Schüler und Freund Eurer Eminenz und bitte Gott, dass Er Euch ehre und erhalte.

Bezüglich Montelto wiederhole ich, dass er mir zu Diensten steht, und ich bitte Eure Eminenz, den aufrichtigen Respekt, den ich Euch entgegenbringe, anzunehmen. Ich bleibe Euch zutiefst dankbar, mit der Bitte, mich weiterhin in Eurer Gunst zu behalten.

Was die Angelegenheiten in Rom im Besonderen betrifft, so scheint es mir nicht nötig, die ersten Vorschläge zu wiederholen, da diese mit den bereits gemachten übereinstimmen und, wie ich glaube, von Euch umso besser vollendet werden. Mit aller Zuneigung küsse ich Eure Hand.

Florenz, 13. Dezember 1590

Euer ergebener Diener

Der Großherzog der Toskana

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Teilweise etwas fleckig, sonst schönes Exemplar in altersgemäßer Erhaltung


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